Tiny Häuser

Und welcher Haustyp bist Du?

Wir sind absolute Fans von Tiny – Houses, also dem Leben auf kleinen Flächen. Entstanden ist der Trend in den USA, bevor er dann in den letzten Jahren zu uns nach Deutschland und Europa gekommen ist. Naja, so ganz neu ist er auch nicht, wir hatten ja auch unsere Gartenlauben oder „Datschen“. Mittlerweile ist aber hier ein richtiger Markt entstanden, der sehr vielfältige Angebote bereithält. Was sich aber fast durch alle Angebote durchzieht, ist eine bewußtere Lebenseinstellung. Ob der Gemüse- und Kräuteranbau im eigenen Garten oder der Gartenkolonie, die Liebe zur Natur, eine minimalistische Lebensführung – die Projekte sind heute alle nachhaltig und ökologisch geprägt.

Um hier etwas Klarheit zu schaffen, wollen wir in verschiedenen Beiträgen das spannende Thema etwas näher beleuchten.

Abgesehen von den philosophischen Ansätzen gibt es aber auch ganz pragmatische Gründe, die für ein Tinyhaus sprechen:

– hohe Wirtschaftlichkeit

Da fast alle Häuser, die unter die Kategorie „Tinyhaus“ fallen, in einem Werk vorproduziert werden, entfällt zum Einen die Schnittstellenproblematik auf der Baustelle. Zum anderen können sie einfach wesentlich günstiger produziert werden.

– hohe Beweglichkeit und Flexibilität

Da gibt es zum Einen die Häuser, die auf eigener Achse bewegt werden können. Mit einem Gewicht von max. 3,5 Tonnen lassen sie sich von einem gut motorisierten Fahrzeug mit dem Führerschein BE bewegen. Also im Sommer am Meer und im Winter in den Bergen. Die anderen Häuser, Micro- bzw. Modulbauten werden mit LKWs an das Grundstück verbracht und mit dem Kran auf die richtige Stelle gehievt. Weil die Häuser dann idealerweise auf einem Punktfundament stehen, können sie auch wieder versetzt werden, wenn ein beruflich bedingter Umzug ansteht. Oder auch ergänzt werden, wenn sich die Familie vergrößert.

– Ökologisch sinnvoll

Das beginnt schon mit der Flächenoptimierung, das ein Leben auf kleiner Fläche möglich macht. Dann weiter, das der Boden nicht mit Beton versiegelt werden muss. Auf jeden Fall ist darauf zu achten, dass die Häuser den entsprechenden Energienormen entsprechen sollten. Aus diesem Grund scheiden schon mal viele Billigangebote aus dem Ausland aus.
Was aber immer wieder Flash, ist der ganz besondere Duft eines Holzhauses – reinkommen und einfach wohlfühlen. Viele Häuser lassen sich sehr leicht mit Photovoltaikanlagen ausrüsten, so wird man leicht zum Selbstversorger.

Auch die Anwendungsbereiche sind sehr vielfältig:

– Wochenende- und Feriendomizil

– Homeoffice im eigenen Garten

– Generationenhaus, wenn den Eltern die Bewirtschaftung des eigenen Hauses zu beschwerlich wird

und und und.

Auf jeden Fall solltet ihr, wenn mit einem Tiny Haus liebäugelt, auf jeden Fall Probewohnen und einen Urlaub in einem Häuschen verbringen. Hier gibt es tolle Möglichkeiten, die nur entfernt an einen Campingplatz erinnern. Das entscheidende ist einfach, ob es gelingt, zu „verzichten“. Es ist einfach weniger Platz vorhanden. Aber es gibt halt auch die Möglichkeit, Lagerflächen anzumieten.

Schaut Euch einfach die anderen Beiträge an, um zu erkennen, welcher Haustyp zu Euch und Euren Vorstellungen passt. Eine genaue Auseinandersetzung lohnt sich auf jeden Fall. Und viele Tinyhaus Eigner sind wirklich befreit und genießen ihr leben.

Grillen